Die Fehler der EU Verantwortlichen

Nun ist es soweit, eine neue Zeitrechnung in der Eurokrise hat begonnen. Warum? Weil die EU gezeigt hat, dass die Verantwortlichen nicht einen Moment damit zögern würden die Kleinsparer zugunsten der Rettung von Milliardenvermögen zur Kasse zu bittem. In dieser Deutlichkeit war das nicht erwartet worden.

Aber was ist eigentlich passiert?

Dass Zypern einen in Bezug auf das Bruttosozialprodukt unverhältnismäßig großen Betrag zur Rettung des maroden Bankensystems aufbringen mus, das war seit Monaten bekannt. Doch die Umsetzung des Euro Rettungspaketes für Zypern lässt aufhorchen. Obwohl die, meist aus Schwarzgeld bestehenden, Milliardenvermögen russischer Oligarchen zu der Bankenkrise geführt haben, werden auch die Kleinsparer Zyperns für die Gier und das Unvermögen von Bankern und Politikern herhalten müssen. Das hat zu massiven Protesten und einer Erodierung des Vertrauens in den Euro an sich geführt.

Warum ist das Vertrauen beschädigt worden?

Im Euro Raum gibt es eine Einlagensicherung für Guthaben bei Banken, die 100.000 Euro beträgt. Bei einer Bankinsolvenz sind also die Sparguthaben bei Banken bis 100.000 Euro abgesichert. zumindest soll man daran glauben, denn wenn eine große Bank Pleite gehen sollte, dann ist fraglich, ob die Einlagensicherung dieses Geld der Sparer auch wirklich aufbringen kann. Nun aber das ungeheuerliche, die maroden Banken werden gerettet mit Geldern des Rettungsfonds statt über die europäische Einlagensicherung bis 100.000 Euro, trotzdem sollen Anlagegelder bis 100.000 Euro an der rettung beteiligt werden. Wie? Mit einer von heute auf morgen eingeführten Sondersteuer!!!

Das ist Volksenteignung in übelster Manier. Wer jetzt noch glaubt, sein Geld sei auf einer Bank sicher, wenn man nicht mehr als 100.000 Euro angelegt hat, der ist selber Schuld! Das hat leider auch Auswirkungen auf unsere private Altersvorsorge, denn Versicherungen und Banken investieren unsere Altersvorsorge Gelder ja auch in Staatsanleihen und andere Anlageprodukte. Eine ausweglose Zukunft…

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Welche Investmentfonds-Branche noch lohnt

Die Finanzkrise hinterließ auch bei Kleinanlegern, die in Investmentfonds ihr Geld anlegen, teilweise schmerzhafte Verluste. Zuerst wurden Investmentfonds getroffen, die in Versicherungen und Finanzen schwerpunktmäßig investiert haben. Obwohl diese Branchen jahrelang als sichere Geldanlage angesehen wurden, verloren Bankaktien teilweise 70% an Wert oder verschwanden ganz vom Kurszettel.

coins-1523383_640Auch ein Investmentfond, der sich große Versicherungen ins Depot legte musste feststellen, dass Banken und Versicherungen eng miteinander verzahnt sind. Wenn die Banken die Ausfälle der Kredite für Häuser in den USA  über Kreditausfallversicherungen abgesichert haben und die große Welle der Ausfälle bis ins Jahr 2009 hinein erwartet wird, kann man sich vorstellen, welche Belastungen die Versicherungen noch auszuhalten haben. Also keinen Investmentfond halten, der im Finanzbereich Schwerpunkte setzt.

Über den verringerten Konsum aufgrund fallender Hauspreise und steigender Inflationsraten, vor allem für Benzin, waren Aktien aus dem Automobilsektor und Fluggesellschaften die zweiten großen Verlierer, in die Investmentfonds investieren konnten. Solange die Automobilindustrie die Probleme eines rapide steigenden Ölpreises durch Innovationen und Benzinspartechniken nicht überkompensieren können, gehören Sie in keinen Investmentfond. Diese Investmentfond Branche sollte man also auch bis mindestens Mitte 2009 meiden.

Die nächsten Branchen Fonds die gefährdet sein werden sind Maschinenbau und Technologie, aber auch Stahl und Chemie. Diese Branchen sind alle Spätzykliker und haben bis jetzt noch wenig Kursverluste hinnehmen müssen. Nachdem die oft Monate im voraus gefüllten Auftragsbücher abgearbeitet sind, werden die Unternehmen aus diesen Branchen die Rezessiven Tendenzen zu spüren bekommen. Wer jetzt noch Investmentfonds mit diesem Schwerpunkt besitzt, sollte sich überlegen, ob ein halten Sinn macht. Dabei ist es für Anleger, die in Fonds für vermögenswirksame Leistungen investieren, natürlich schwerer zu wechseln, als Anleger die Einmalbeträge investiert haben. Mehr Informationen über den Fondssparplan für vermögenswirksame Leistungen kann man hier erhalten: www.vermoegenswirksame-leistungen.eu/fondssparplan

Welche Branchen- Investmentfonds sind denn dann noch interessant? Nun dazu gehören möglicherweise Investmentfonds die in Pharma Aktien investieren. Natürlich gibt es auch interessante Investmentfonds die in Einzeltitel investieren, die aufgrund von Sonderfaktoren – z.B. hoher Kassenbestand, überproportional stark gefallener Kurs, niedrige Bewertung, Übernahmefantasie – gute Chancen haben, sich gegen den Trend ihrer Branche zu behaupten. Dabei ist die Selektion des richtigen Investmentfond wie immer ausschlaggeben.

 

Die Rürup Rente für Selbständige

thai-1549085_640Freiberufler und Selbständige haben im Bereich der Altersvorsorge andere Probleme als Angestellte. Während Angestellte pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, haben Selbständige und Freiberufler die Qual der Wahl. Da Sie nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, können Sie andere Formen der Altersvorsorge wählen. Da vor kurzem erst eine Studie gezeigt hat, dass man aus der gesetzlichen Rentenversicherung weniger Geld herausbekommt als man einzahlt, ist also fast jede andere Form der Altersvorsorge besser.

Eine Möglichkeit der privaten Altersvorsorge ist die Rürup Rente, benannt nach dem leitenden Ökonomen der Arbeitsgruppe, die diese Form der Privatvorsorge erdacht hat, Bert Rürup. Diese Rürup Rente soll als eine Art Basisrente funktionieren, ähnlich wie dies die gesetzliche Rente für die Angestellten ist. So ist die Rürup Rente als Leibrente konzipiert, die weder beliehen noch vererbt werden kann, genau wie die gesetzliche Rente. Allerdings wird die Rürup Rente verzinst, sie ist im Gegensatz zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rente eine kapitalgedeckte Form der Rente.

Interessant ist die Rürup Rente dabei vor allem für gut verdienende Selbständige oder Freiberufler, aber auch für Angestellte oder Beamte. Dies liegt an den besonderen Rahmenbedingungen der Rürup Rente. Anders als die Riester Rente, bei der der Staat dem Sparer Zulagen zahlt, wird bei der Rürup Rente der steuerliche Aspekt interessant. Im Jahre 2008 sind 66% von dem maximalbetrag in Höhe von 20.000 Euro im Jahr steuerlich absetzbar. Das heißt 13200 Euro kann ein Rürup Sparer in 2008 sein zu versteuerndes Einkommen verringern, wenn er 20.000 Euro an Beiträgen zahlt. Die 66% in 2008 werden pro Jahr um 2% erhöht, also sind in 2009 68% von dem Maximalbetrag und in 2010 70% absetzbar. 2025 schließlich sind 100% der Beiträge zur Rürup Rente steuerlich anrechenbar. Die Beiträge zur Rürup Rente können auch mit einem Einmalbetrag bezahlt werden.

Fazit: Die Rürup Rente ist besonders für besser Verdienende Personenkreise geeignet, weil hier aus sonst fälligen Steuern die Beiträge entsethen, die in eine private Altersvorsorge eingezahlt werden können. Weitere Informationen über die Rürup Rente kann man bei Ruerup-riester-Rente.net erhalten.

Barack Obama wählt Joe Biden als möglichen Vizepräsidenten

Jetzt ist es also öffentlich, was schon seit einiger Zeit in den Medien spekuliert wird. Der demokratische (fast) Präsidentschaftskandidat Barack Obama nominiert den Senator Joe Biden als möglichen Vizepräsidenten im Falle seiner Wahl zum US-Präsidenten im November.

Damit versucht Obama wieder Boden gut zu machen auf John McCain, der Obama gerne als zu unerfahren für das Amt des US Präsidenten darstellt. Gerade Obamas Aussenpolitische „Unerfahrenheit“ wurde von McCains Wahlkampfteam in der Vergangenheit als Schwäche Obamas aufgebaut. Biden gilt als einer der besten Außenpolitikexperten in Washington.

Ob Barack Obama damit punkten kann wird sich zeigen, allerdings dürfte das Thema Aussenpolitik damit aus McCains Wahlkampf verschwinden. Allerdings wird den US Bürger sowieso mehr interessieren, wie der nächste US Präsident die Rezession und Finanzkrise und damit einhergehende Arbeitslosigkeit bewältigen will.

1 Jahr Finanzkrise

Mittlerweile ist es ein Jahr her seit Ausbruch der Bankenkrise und Finanzkrise, ausgelöst durch die fallenden Immobilienpreise in den USA.  Doch immer mehr angesehene Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, daß wir das Schlimmste noch vor uns haben.

Da stellt sich natürlich die Frage, was denn noch schlimmeres passieren kann, als die ohnehin schmerzhaften Milliarden-Abschreibungen der Banken. Nun, um es kurz zu machen: ALLES!

coin-1080535_640Was die Finanzmärkte bis jetzt noch gar nicht eingepreist haben ist ein übergreifen der Finanzkrise auf die reale Wirtschaft. Wurde zuerst von den Banken die Kreditvergabe an Privatpersonen eingeschränkt, leiden jetzt auch immer mehr kleinere Firmen darunter, dass Ihnen keine Kredite mehr gewährt werden. Die Wirtschaft stockt und der amerikanische Konsument ist das erste mal seit einem Jahrzehnt nicht mehr in der Lage seinen Konsum von Waren, die überwiegend aus dem Ausland importiert werden, fortzuführen. Obwohl die Sparquote der US Bürger immer noch leicht negativ ist, kann niemand mehr Geld aus Immobilien ziehen und „verkonsumieren“. Die Folge ist klar, es werden weniger Waren und Dienstleistungen benötigt. Zu sehen ist das sehr deutlich an den extrem einbrechenden Absatzzahlen der Autos in den USA. Hier spielt natürlich auch der steigende Ölpreis eine wichtige Rolle, der den US Bürgern immer mehr Kaufkraft entzieht.

Damit setzt sich aber ein Teufelskreis in Bewegung, der so leicht nicht zu durchbrechen sein wird. Werden weniger Waren verkauft, verdienen die Unternehmen weniger oder machen Verlust. Die Folge ist ein Arbeitsplatzabbau, der in der Bankenbranche begonnen hat und jetzt auf die Industrie übergreift. Immer mehr Arbeitslose bedeuten aber auch immer weniger Kaufkraft, also immer weniger Konsum. Weniger Konsum, verkauf von Waren bedeutet weniger Gewinn bei den Firmen, also wieder Entlassungen usw..

Dieser Teufelskreis wird meiner Meinung nach erst Ende 2009 durchbrochen werden, wenn der Immobilienmarkt seine Talsohle erreicht hat. Mit konstanten, in 2010 wieder steigenden Immobilienpreisen wird auch der Konsum langsam wieder anziehen und dann mit einiger Verzögerung auch wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

Leider haben an der Börse noch wenige Akteure diese tiefe Rezession, die vermutlich im dritten Quartal 2008 beginnen wird, in Ihre Erwartungen eingearbeitet. Böse Uberraschungen bei den Unternehmensgewinnen werden auch die Börse auf Talfahrt schicken, was die Finanzlage der bereits gebeutelten banken weiter verschlimmern wird. Der Zusammenbruch einer Großbank scheint da nur noch eine Frage der Zeit. Man kann nur hoffen, dass es keine Bank ist, die hohe Positionen an Derivaten in Ihren Büchern hat, denn dann könnte eine Kettenreaktion zu einer Finanzmarkt Kernschmelze führen. So sind auf den Finanzmärkten Derivate im Volumen des 30fachen des US BIP im Umlauf!!! Wenn hier der Funke zündet, dann gute Nacht.